Politik / Politics

deuStandpunkt und Umgang mit Rechtsextremismus

Das Ragnarök Festival distanziert sich aufs Schärfste von jeglichem politischen, ideologischen und religiösen Extremismus, insbesondere Rechtsextremismus/Neonazismus. Verfassungsfeindliche Gesten und das Tragen von verfassungsfeindlichen Symbolen werden ohne Vorwarnung geahndet und führen zum Ausschluss von der Veranstaltung und Platzverweis.

Darüber hinaus wird Trägern von T-Shirts von Bands, die dem NSBM und/oder Rechtsrock zugeordnet werden können, der Einlass zur Veranstaltung verwehrt.

Unsere Security wird im Vorfeld geschult und durch Szenekenner unterstützt. Trotzdem kann es vorkommen, dass ihr manche Dinge entgehen. Hier appellieren wir an eure eigene Courage und fordern euch auf die Security auf das Fehlverhalten anderer hinzuweisen.

Offizielles Statement

Um hier mal sämtlichen Mutmaßungen und falschen Anschuldigungen entgegen zutreten, wird hier ein offizielles Statement zum Ragnarök Festival abgegeben: 
In einer Dokumentation des ZDFs wurde Ragnarök mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht, und da dieses Festival auch den Titel Ragnarök trägt, müssen wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass dieses Festival in keiner Hinsicht irgendeine politische Tendenz verfolgt! Dieses Festival wurde nach der Nordischen Mythologie benannt und bedeutet nichts anderes wie "Endschicksal der Götter" oder einfach Weltuntergang und hat nicht die Bedeutung des im 3. Reich für Ragnarök verwendeten Zusammenhang! Dieses Festival unterstützt keine neo- oder nationalsozialistischen Organisationen! Das Festival war in den letzten Jahren unpolitisch, wird es 2007 und die folgenden Jahre ebenfalls sein!
Es ist einfach falsch die Nordische Mythologie immer mit dem NS-Regime in Verbindung zu bringen, das dies letzten Endes zwei verschieden unabhängige Dinge sind!


Anschließend noch das Statement, dass wir aufrund des "Pagan Metal"-Berichtes des ARD-Magazins Polylux vom 27. April 2006 veröffentlicht haben:

Leider ist in dem Bericht des ARD Fernsehmagazins Polylux am 27.April über das Ragnarök Festival durch einseitige Recherche und teilweise Tatsachenverdrehung ein falsches Bild über das Festival und die dort spielenden Bands konzipiert worden.
In dem ausgestrahlten Beitrag wurde über das Ragnarök Festival und die Musikrichtung Pagan Metal berichtet und es wurde von einem angeblichen Szenenkenner über verbotene und vorksverhetzende NSBM Bands gesprochen, welche auch ähnliche Wertvorstellungen wie eine bei diesem Festival aufgetretenen Bands, beispielsweise Ehre und Treue, für Ihre faschistoiden Ideologien verwenden. Anschliessend wurde wieder über das Festival berichtet und eine angebliche Toleranz von solchen Gruppierungen dargestellt.

Zuerst einmal waren bei dem Festival nicht 5000 Besucher anwesend, sondern ca 2800. Schon dieser Punkt zeugt nicht gerade von gründlicher Recherche seitens der Polylux Redaktion. Des Weiteren zeigten die Redakteure auch in Hinsicht auf die Bandnamen rege Fantasie; So wurde dann zum Beispiel aus der Pagan Band Equilibrium Effi Brilium. Mit solchen „Flüchtigkeitsfehlern“ kann man leben, auch wenn sie wirklich mit verhältnismäßig kleinem Aufwand vermeidbar sind, wenn sich aber die Ungenauigkeit der Redakteure auf weitaus wichtigere Themen ausweitet und somit den Ruf des Festivals, der Bands und der Besucher schädigt, indem sie ihnen die Verbreitung von rechtem Gedankengut vorwirft, muss man das grobe Fahrlässigkeit nennen, denn das ist existenzschädigend.

Zu allererst muss man sich die Frage stellen, wie sinnvoll es ist, einen betrunkenen Festivalgänger nach dem schätzungsweisen Anteil der rechtsradikalen Besucher zu fragen, beziehungsweise wie viel Glauben man seiner subjektiven Antwort schenken kann. Auch wenn das den Sensationsfanatismus des Polylux Teams wohl nicht befriedigt hätte - diese Frage hätte man vielleicht eher dem Veranstalter oder der Kripo stellen sollen. Unter Garantie wäre die absurde Schätzung von 20 % Nazi Anteil sofort widerlegt gewesen.

Die Security Mitarbeiter wurden angewiesen, Leuten, die T-Shirts mit verfassungsfeindlichen Symbolen trugen oder in irgendeiner Weise verfassungswidrig handelten, sofort des Festivals zu verweisen. Dies ist so auch geschehen, Zu dem einen Absurd T-Shirt Träger, den das Polylux Team in ihrem Bericht stolz präsentierte, sei zu sagen, dass hier keineswegs von einer Toleranz von Neonazis zu sprechen ist. Zum einen waren Leute mit solchen T-Shirts die absolute Ausnahme (es wäre interessant zu wissen, wie lange die Redakteure für das Aufspüren dieses jungen Mannes gebraucht haben), zum Anderen ist auf diesen T-Shirts keinerlei rechtsradikale Symbolik zu sehen. Natürlich wurden Leute, bei denen es den Verdacht auf rechtsradikale Gesinnung gab, schärfer beobachtet, wenn sie aber nicht negativ aufgefallen sind, gab es keinen Grund, ihnen den Eintritt nachhaltig zu verwähren. Denn man kann nicht auf vagen Verdacht willkürlich Besuchern den Einlass verbieten (Auch Leute, die Absurd T-Shirts tragen, sind nicht automatisch rechtsradikal). Von den Internationalen Bands und Besuchern dieses Festivals war in diesem Bericht keine Rede, auch nicht, dass sich diese Bands bereits öffentlich gegen Faschismus und Menschenverachtung ausgesprochen haben, ist wohl bei deren Recherche unglücklicherweise untergegangen. Das an dem Gelände vor dem Festival an einer Imbissbude türkische Spezialitäten verkauft wurden und der Besitzer sich an Umsatz kaum zu beklagen hatte, bestätigt wohl auch keinesfalls den angeblich massiven Nazianteil, denn dann hätte der Eigentümer wohl eher renovieren müssen.

Dieses Festival und die auf diesem auftretenden Bands haben nichts mit rechtem Gedankengut oder Ideologien zu tun und sind gegen Rassismus und Völkerhass! Wir leben im 21. Jahrhundert und irgendwann sollte jeder mal begreifen, dass es bei Menschen keine Unterschiede gibt, nur weil man eine andere Hautfarbe hat. Wir werden uns diese Veranstaltung weder von Rechtsradikalen, noch von ARD Reportern verderben und das Festival in eine braune Ecke drängen lassen. Das Organisationsteam unterstützt weder solche stupiden Denkweisen, noch werden Bands mit solchen Ansichten bei dem Ragnarök eingeladen.

In diesem Sinne möchte ich mich noch bei den Besuchern und Bands für diese Verleumdung entschuldigen und mich für eure Solidarität und Unterstützung bedanken! Ihr seid die Besten! Besonderer Dank geht an Norbert Lang von der Stadthalle, der sich so für das Festival eingesetzt hat!

Wie ich erfahren habe, wurde 2007 ein gewisser Herr Glücklich an einem Verkaufsstand des Festivals gesehen, hierzu sei gesagt, dass der Stand erstens nicht mehr eingeladen wird und wir das ganze erst danach erfahren haben! Der Stand selbst, wurde nicht von eimem Langen Winter Label betrieben, sondern war der Standbetreiber lediglich ein Bekannter von Herr Glücklich Das Festival vermietet definitiv nicht an Stände aus dem rechten Sektor. Zudem haben alle Verkaufsstände unter der Androhung horrender Strafen und des sofortigen Rauswurfs das Verbot NSBM Bands oder Ähnliche zu verkaufen!


Ich hebe mein Horn auf euch und hoffe euch auf dem nächsten Ragnarök wieder begrüssen zu dürfen!

Ivo Raab & Das Ragnarök Team


 

English

Political position

Ragnarök Festival distances itself from political, ideological and religious extremism of all kinds, especially right-wing extremism and neo-Nazism. Executing gestures and wearing symbols which violate Germany's constitution will be punished without warning and will result in a ban from the festival and the parking/camping area. 
Furthermore the security guards have been ordered to refuse entry to anyone wearing shirts of NSBM and/or RAC bands. The guards will receive a special instruction beforehand and will be supported by insiders of the scene. Still it is possible that some issues might go unnoticed. In these cases we appeal to your courage and ask you to bring the wrongdoings of others to the security guards' attention.